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04.-06.04.2019

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der Holzwelt Murau

Wenn es um das Thema Energie geht, ist sich der Bezirk Murau mit seinen 14 Gemeinden einig und man zieht tatkräftig an einem Strang. Das Ziel sich für Energie und Klimaschutz zu engagieren, hat die Holzwelt Murau nie aus den Augen verloren. Mit Projekten wie dem „Murauer EnergieZentrum“ und dem Energiecamp hat man in den letzten Jahren wieder bewiesen, dass Murau eine österreichweit zentrale Rolle in den Bereichen Energie und Klimaschutz spielt.

Mit Erich Fritz als Klima- und Energiemodellregionsmanager wird die Energievision Murau 2020 energetisch aufgeladen und zur Umsetzung gebracht. Neben dem Klimaschutz steht für ihn auch die regionale Wertschöpfung im Fokus. Er ist davon überzeugt, dass der Bezirk Murau durch „Green Jobs“ profitieren wird. Bezirksbürgermeister Thomas Kalcher und Sprecher der 14 Gemeinden betont ebenso die Notwendigkeit des Klimaschutzes und die damit verbundenen positiven Effekte für den Bezirk. Besonders stolz ist er auf die bereits umgesetzten Projekte der Energievision Murau. Mit dem Heizkraftwerk der Murauer Stadtwerke GmbH konnten ca. 1,5 Millionen Liter Heizöl jährlich eingespart werden. Durch die Gründung des „Murauer EnergieZentrums“ werden nun Energiedienstleistungen und „Know-how“ rund um das Thema Energie und Klimaschutz aktiv angeboten.

Harald Kraxner, der Geschäftsführer der Holzwelt Murau und Netzwerker, sieht die Vorteile der Klima- und Energiemodellregion darin, dass die Holzwelt Murau alle Initiativen zum Thema Energie und Klimaschutz optimal miteinander verknüpfen kann. Dadurch ermöglicht man vielfältige gesunde Lösungen und ebnet den Weg zu mehr Unabhängigkeit und Gestaltungskraft. Frei nach dem Motto: Wir versorgen uns selbst! erneuerbar.ausfallssicher.regional. Murau wird so zum österreichweiten Leuchtturm für Energie- und Klimaschutz.

Um diese Visionen umzusetzen, wurde das Konzept für die Klima- und Energiemodellregion ausgearbeitet, eingereicht und schlussendlich vom Klima- und Energiefonds genehmigt. Alle 14 Gemeinden tragen das Projekt mit und die Stadtgemeinde Murau hat für die Umsetzung die Holzwelt Murau, in der Person von Mag. Erich Fritz damit beauftragt. Das Projekt ist seitens des Klima- und Energiefonds mit € 175.000,- dotiert und wird von der Region mit zusätzlichen € 76.000,- an Eigenmitteln gestützt. Innerhalb der nächsten 3 Jahre wird Erich Fritz das vorgelegte Konzept umsetzen.

FAKTEN zur Klima- und Energiemodellregion:
3 Ziele der Energievision Murau 2020
▪ Murau ist energieautark in Wärme und Strom bis 2020 – Ausstieg aus den fossilen Energieträgern
▪ Murau schafft zusätzliche regionale Wertschöpfung durch die Nutzung erneuerbarer Energieträger
▪ Murau ist als regionaler Energie-Leuchtturm in Österreich bekannt

Energie IST-Situation in der Holzwelt Murau
Für die Wärmeproduktion ist im Bezirk Murau ein Energiebedarf von 170.000 MWh pro Jahr notwendig. Der Anteil von erneuerbaren Energien zur Wärmeproduktion liegt bei rund 75%. Der Stromverbrauch beträgt jährlich etwa 120.000 MWh. Mittels Wasserkraft, Windkraft, Photovoltaik und Biomasse-Kraftwärmekoppelung wird bereits ein bedeutender Stromüberschuss produziert. Der Energiebedarf für Mobilität beläuft sich gegenwärtig auf rund 140.000 MWh pro Jahr. Der motorisierte Individualverkehr benötigt von diesem Energieaufwand etwa 67%. Der gesamte Energiebedarf der Holzwelt Murau setzt sich somit wie folgt zusammen: 45% Wärme, 25% Strom und 30% Mobilität. In den Bereichen Wärme und Strom ist Murau bereits eine Vorzeigeregion bei der Verwendung von erneuerbarer Energie. Speziell im Bereich der Mobilität gibt es noch Potenzial zur Verbesserung der Ökobilanz des Bezirkes.

Der Masterplan für eine energieautarke Zukunft
Bürgerbeteiligung als Verstärkungsfaktor. Damit will man neue Energie-Leuchttürme entstehen lassen, die von der gesamten Bevölkerung getragen werden. Es werden dafür relevante Möglichkeiten für eine echte Bürgerbeteiligung aufbereitet. Das daraus entwickelte Pilotprojekt soll in Kooperation mit dem „Murauer EnergieZentrum“ umgesetzt werden.
Murauer EnergiebotschafterInnen. Aufbauend auf bestehende RegionsbotschafterInnen und energieinteressierte Menschen im Bezirk, werden spezielle EnergiebotschafterInnen ausgebildet. Dabei sollen auch spezielle Energie-Touren für Interessierte, Fachleute, aber auch Touristen entstehen. Außerdem fungieren die BotschafterInnen auch als Multiplikatoren der Energievision innerhalb des Bezirkes Murau, also bei der regionalen Bevölkerung.
E-Mobile Energie- und Tourismusregion. Diese Maßnahme will den regionalen Tourismus mit Elektromobilität verbinden. „Urlaub ohne Auto“ oder die Verankerung der E-Mobilität bei den Tourismusbetrieben selbst, sollen das Thema „Naturismus“ auch auf diesem Sektor weiter verstärken. Gäste sollen einfach und bequem ein E-Carsharing Modell buchen können. Dadurch wird auch die regionale Bevölkerung animiert die neue Form der Mobilität verstärkt in Anspruch zu nehmen.
100% erneuerbar: Ende der Ölheizung. Durch die Bewusstseinsbildung der handelnden AkteurInnen wie z.B. Bauträger, Gemeinden, Installateure usw. soll der Verzicht auf fossile Energieträger weiter forciert werden. Beratungs- und Motivationsgespräche sowie entsprechende Öffentlichkeitsarbeit sollen potenzielle Kunden davon überzeugen, zukünftig mit erneuerbarer Energie zu heizen.
Effizienz konkret. Das bedeutet die Effizienz der vorhandenen und genutzten Energieträger zu steigern. Damit verbunden wäre ein Umstieg auf LED Beleuchtung im öffentlichen Raum, die Effizienzsteigerung in Heizwerken in Kooperation mit dem „Murauer EnergieZentrum“ und Verbildlichung der „Energieverschwendung“ durch Nutzung von Wärmebildkameras und einem damit verbundenen Beratungsgespräch für private Haushalte.
Verankerung Murauer Naturstrom. Der Murauer Naturstrom soll auf einer Onlineplattform über die Bezirksgrenzen hinaus angeboten werden. Eine einfache Anmeldung zum Bezug des Murauer Naturstroms wird damit gewährleistet. Der Begriff „Murauer Naturstrom“ soll als „Marke“ stark nach außen kommuniziert werden.
Energiecamp und mehr. Energiecamps werden zur Informations-Drehscheibe für junge Menschen im Austausch mit internationalen ExpertInnen.
Mehr Bewusstsein als Energieregion. WIR sind Energieregion – WIR sind Energievision. Aufbau und Weiterentwicklung der Initiativen, die das Bewusstsein zu den Themen Klimaschutz und Energie stärken. Vom Kleinkind bis zu Oma und Opa – die Energieregion Holzwelt Murau ist in aller Munde.
Kooperation mit dem „Murauer EnergieZentrum“ sowie Vertiefung von Kooperationsmöglichkeit mit externen Partnern. Das bedeutet, man bietet nicht nur Kooperationen mit dem „Murauer EnergieZentrum“ an, um neue Ideen zu entwickeln, sondern liefert neben den Lösungen auch die praktische Umsetzung mit. Beispiele: Installation einer neuen LED Beleuchtung im öffentlichen Raum oder Verknüpfung einer bestehenden Photovoltaik-Anlage mit z.B. einer Kläranlage.

Kontakt:
Mag. Erich Fritz,
Büro Holzwelt Murau, Bundesstraße 13a, 8850 Murau
Tel. +43 (0)3532 2000013-11, Mobil: +43 (0)664 9186731, Fax +43 (0)3532 200004, erich.fritz@holzwelt.at, www.holzweltmurau.at

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